Projektbeispiel IV Handel

Projektbeispiel IV: Workshop zur Teamentwicklung mit Insights Discovery

Ausgangslage und Zielsetzung
In dem Finanzbereich einer Gesellschaft für Marketing und Vertrieb von Premiumspirituosen arbeiten 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um diesen die Möglichkeit zu geben, sich untereinander besser kennenzulernen und dadurch einen offeneren Umgang im Team zu fördern, wurde ein eintägiger Workshop entwickelt und durchgeführt. Zur Unterstützung der genannten Ziele wurde das Persönlichkeitsmodell Insights Discovery eingesetzt.

Projekt
Für ein besseres Kennenlernen wurde den Teilnehmenden mit Insights Discovery ein eingängiges Modell an die Hand gegeben, mit dem individuelle Eigenschaften, Verhaltensvorlieben und Stärken und Schwächen im Team leicht beschreibbar und für alle Beteiligten schnell erfassbar sind. Das Persönlichkeitsmodell ermöglicht den Teilnehmenden auf ansprechende und motivierende Weise, Vor- und Nachteile unterschiedlicher Arbeits-, Verhaltens- und Kommunikationsstile bei sich selbst und bei anderen zu erkennen. Individuelle Stärken und Entwicklungspotenziale können so leicht veranschaulicht und nachvollzogen werden.

Insights Discovery nutzt dazu ein Vier-Farbenergie-Modell, um individuelle Verhaltenspräferenzen zu erklären. Bei jeder Person sind alle vier Farbenergien vertreten, jedoch in unterschiedlich starker Ausprägung.

Der Workshop bestand aus drei Phasen:

  1. Heranführung an das Modell
  2. Selbstreflexion: Individuelle Ergebnisprofile der Teilnehmenden
  3. Teamanalyse: Stärken und Entwicklungsfelder des Teams

1. Heranführung an das Modell

Zu Beginn des Workshops wurden die Teilnehmenden in zwei Schritten in die Methodik des Persönlichkeitsmodells eingeführt. Nach einem kurzen Input zu den vier Farbenergien ordneten sich die Teilnehmenden zunächst selbst den vier Farbquadranten zu. Das Modell wurde im Seminarraum nachgebaut und so konnte sich das gesamte Team gemeinsam aufstellen.

Bei der Aufstellung wurde deutlich sichtbar, dass im Team mehr introvertierte, sachbezogene Typen vertreten sind. Nur ein kleiner Teil des Teams ordnete sich bei den extravertierten, beziehungsbezogenen Typen ein. Bereits an dieser Stelle wurde offenbar, dass im Team lieber jeder für sich arbeitet und persönlicher Kontakt und direkte Kommunikation bisweilen zu wenig stattfindet.

Im zweiten Schritt erarbeitete das Team in einer Gruppenarbeit typische Verhaltenspräferenzen der vier Farbenergien. Eine wichtige Erkenntnis, die sie dadurch gewannen: Alle Farbtypen haben Stärken und Schwächen, entscheidend ist das Bewusstsein dafür und das Wissen um den richtigen Umgang damit.

2. Selbstreflexion: Individuelle Ergebnisprofile der Teilnehmenden

Zur Vorbereitung auf den Workshop hatten die Teammitglieder den Insights Discovery Evaluator ausgefüllt. Zur vertiefenden Information und Selbstreflexion erhielten sie im zweiten Teil des Workshops ihre individuellen Ergebnisberichte. Im Selbststudium erarbeiteten sich die Teilnehmenden vertiefendes Wissen zu ihren individuellen Stärken und Entwicklungsfeldern sowie zu ihrem besonderen Wert für das Team.

3. Teamanalyse: Stärken und Entwicklungsfelder des Teams

Im dritten Teil des Workshops wurde das Ergebnisprofil des Gesamtteams vorgestellt (siehe Abbildung). Eindeutig zu erkennen: Das Bild der Selbsteinschätzung zu Beginn des Workshops wird bestätigt – im Team stark vertreten ist die blaue Energie, d.h. viele der Teammitglieder agieren bevorzugt introvertiert, präferieren eine präzise, geplante und strukturierte Arbeitsweise und eine auf das Sachliche ausgerichtete Kommunikation.

Anhand der folgenden Fragestellungen analysierten die Teilnehmenden daraufhin das Team:

  • Welche Stärken bzw. Schwächen ergeben sich aus der Teamzusammensetzung?
  • Was könnte diesem Team helfen, an Effektivität zu gewinnen – gleichermaßen Stärken besser einzusetzen und Schwächen zu kompensieren?

Mithilfe dieser Fragen gewann das Team weitere Erkenntnisse zu gemeinsamen und sich unterscheidenden Bedürfnissen für die Kommunikation und die Zusammenarbeit. In einer Gruppenarbeit wurden darauf aufsetzend die folgenden Maßnahmen erarbeitet und in einem Team-Action-Plan festgehalten:

  • „Blaues“ Handlungsfeld – die Prozesse weiter verbessern und Zuständigkeiten klären.
  • „Grünes“ Handlungsfeld – informellen Kontakt im Team pflegen und neue Kolleginnen und Kollegen gut integrieren.
  • „Gelbes“ Handlungsfeld – den Austausch im Team stärken und sich als Team und seine Serviceleistungen besser vermarkten.

Fazit
Das Ziel des Workshops – ein besseres Kennenlernen und ein offenerer Umgang innerhalb des Teams – wurde erreicht.

Aufgrund des Wissens um die Farbpräferenzen, fiel es der Gruppe leicht, unterschiedliche Bedürfnisse, Arbeits- und Kommunikationsstile zu akzeptieren und in die Zusammenarbeit zu integrieren.

Nach dem Workshop wurde von außenstehenden Personen im betrieblichen Umfeld eine deutliche Veränderung wahrgenommen. Benachbarte Abteilungen bemerkten, dass die Teammitglieder ihren Umgang miteinander merklich verändert hatten: von Stille im Großraumbüro hin zu lebendigem Austausch.

Das authentische Interesse und die Eigeninitiative der Teilnehmenden sowie die von außen wahrnehmbare Veränderung bestätigen den Erfolg des Workshops. Die Teilnehmenden lernten ihre eigenen und die Stärken und Entwicklungsfelder des Teams besser kennen. Zudem erhielten sie eine Vielzahl konkreter und umsetzbarer Hinweise zur Verbesserung der eigenen sowie der Team- Effektivität.