Projektbeispiel VII Beratung

Projektbeispiel VII: Mentorentraining

Ausgangslage und Zielsetzung
Eines der führenden Consultingunternehmen Deutschlands stand vor der Aufgabe, zukünftigen Mentoren das Mentorenprogramm näher zu bringen sowie Neueinsteigern die Unternehmensvorgehensweise zu vermitteln. Erfolg im Consultingunternehmen hängt heute mehr denn je davon ab, innovativ zu arbeiten und sich als "lernende Organisation" zu begreifen. In diesem Zusammenhang haben besonders qualifizierte Mitarbeiter eine immer größere Bedeutung. Erfahrene Consultants agieren als Mentoren und gewährleisten damit eine ständige Begleitung der Mentees.

Um die gezielte Qualifizierung sicher zu stellen und den unterschiedlichen Vorerfahrungen der Trainingsteilnehmer gerecht zu werden, ist das Training modular aufgebaut. 

  • BASIC - Modul 1: Rolle und Selbstverständnis des Mentors
  • ADVANCED - Modul 2: Menschenkenntnis und Psychologie für Mentoren

Das BASIC-Training ist sowohl für die Mitarbeiter der Position Senior Consultant, für die die Übernahme der Mentorenrolle eine ganz neue Herausforderung darstellt, wie auch für Neueinsteiger konzipiert. Das Advanced-Modul richtet sich hingegen an diejenigen Berater, die über Jahre hinweg Erfahrungen als Mentor gesammelt haben.

Das Ziel des Trainings verseht sich folgendermaßen: 

  • Qualifizierung der Teilnehmer als Mentoren
  • Schulung des sicheren Umgangs im Mentoring von neuen Mitarbeitern
  • Qualitätssicherung des Beurteilungssystems durch unifome Mitarbeiterbeurteilung

Projekt
Die zukünftigen Mentoren beschäftigen sich während der beiden eintägigen Trainingsveranstaltungen ausgiebig mit ihrem Selbstverständnis als Mentor und den damit verbundenen Aufgaben innerhalb des Unternehmens. Eine besondere Bedeutung kommt der Beziehung Mentor - Mentee zu. Anhand von Gesprächsleitfänden und Checklisten wurde gezielt an den Phasen des Beziehungaufbaus und der Beziehungsgestaltung im Mentoring-Prozess gearbeitet. Um die zukünftigen Mentoren an ihre neue Aufgabe heranzuführen und sie mit dem unternehmensinternen MbO-Prozess, wie auch mit dem Feedbackprozess vertraut zu machen, wurden gemeinsam inhaltliche Szenarien diskutiert.

Eine entwicklungsförderliche Beziehung lebt unter anderem von der Kommunikationsfähigkeit des Mentors. Um diese zu steigern wurden grundlegende Kommunikationstechniken vorgestellt und anhand von Rollenspielen (Zielvereinbarungs- / Beurteilungs- / Feedbackgespräch) verfestigt. Die Teilnehmer lernten auf die Bedarfe ihres Mentees als auch auf Schwierigkeiten in dessen beruflicher Situation einzugehen.

Neben sehr guten Kommunikationsfähigkeiten und Gesprächskompetenzen beim Mentor sind psychologisches Grundwissen sowie die Bereitschaft zur kritischen Selbstreflexion gefragt. Die zukünftigen Mentoren lernten praxisnahe, psychologische Modelle kennen und erarbeiteten gemeinsam die unterschiedlichen Eigenschaften verschiedener Motivationstypen. Sie wurden geschult, den jeweiligen Typ zu erkennen und (auf dieser Baisis) ihre Arbeit im Mentoring-Prozess dem entsprechend auszurichten. Besondere Beachtung wurde den Methoden der Identifizierung von Potenzialen geschenkt. Gemeinsam erarbeitet Checklisten helfen, die Methoden sinnvoll einzusetzen sowie die Rolle als Mentor erfolgreich zu gestalten.

Fazit
Das Mentorenprogramm bildet eine effiziente Plattform, um einen kontinuierlichen Erfahrungs- und Wissenstransfer zwischen erfahrenen und jungen Mitarbeitern im Unternehmen zu etablieren und gleichzeitig einen Wissenserhalt und - zuwachs zu garantieren. Durch die Weiterbildung der Mentoren in Fragen der Beziehungs- und Prozessgestaltung, der Zieldefinition, Problemlösung und der Kommunikation sowie des richtigen Umgangs mit den vorhandenen Führungsinstrumenten ist die Bais für ein effektives und nachhaltig wirksames Programm gelegt.